Die Story des Angelverein Lengerich e.V.

🎣 Die Story des Angelvereines Lengerich e.V.

Alles fing 1953 an – da tauchte das erste offizielle Dokument über den Angelsportverein Lengerich auf. Damals waren gerade mal 35 Leute am Start. Die Gruppe war noch Teil vom ASV Emsdetten. Der erste Vorsitzende hieß Max Hölscher, und mit dabei waren unter anderem Gustav Biermann (gleich in mehreren Rollen), Willi Wolpers, Paul Abramsen und Henny Nietiet. Am 7. Februar 1954 wurde der Verein dann offiziell eigenständig. Und das aus echter Liebe zur Natur, zum Wasser und den Fischen.

Was als kleine Truppe von motiviertem Angler*innen begann, ist heute ein Verein mit über 300 Mitgliedern. Die Leute haben richtig rangeklotzt – zum Beispiel beim Bau des Königsees in Tecklenburg. Und weil immer mehr Leute Bock aufs Angeln hatten, kamen weitere Gewässer dazu.

🌊 Mehr als nur ein Teich

  • In Westladbergen/Saerbeck wurde eine zweite Anlage gebaut.
  • Der Niedermarker See in Hohne gehört mittlerweile auch dazu.
  • Dank der Mitgliedschaft im Landesfischereiverband Westfalen-Lippe können die Lengericher auch in Gewässern wie dem Dortmund-Ems-Kanal, der Lippe oder dem Offlumer See angeln.

In den vereinseigenen Seen schwimmen Forellen, Aale, Hechte, Zander, Karpfen, Schleien und viele Weißfischarten. Durch gezielten Fischbesatz bleibt die Artenvielfalt erhalten.

Aber der Verein macht noch mehr: Im Frühling und Herbst gibt’s Arbeitseinsätze, um die Natur rund um die Seen zu pflegen. Die Jugendgruppe mit rund 50 Mitgliedern ist besonders aktiv – sie kümmert sich z. B. um über 100 Nistkästen.

🏕️ Vereinsleben = Gemeinschaft pur

Ob An- und Abangeln, Nachtangeln oder Königsangeln – gemeinsame Events gehören fest dazu. Das Highlight für die Jugend ist jedes Jahr das Zeltlager an der Ems. Und selbst im Winter wird’s nicht langweilig: Im Vereinsheim am Königsee wird gequatscht, geplant und natürlich auch gefeiert.

Wer Lust aufs Angeln hat, ist jederzeit willkommen!

📜 Historische Highlights

Der Verein hat sich über die Jahre viele Gewässer gesichert, z. B.:

  • Dortmund-Ems-Kanal (km 88,8–89,5)
  • Ems (km 14,4–34,1 inkl. Altarme)
  • Kneemühlenteich (seit 1953)
  • Karpfenteich Hollenberg
  • Mühlenteich Wechte, Aufderhaar

Leider sind viele dieser Teichanlagen aktuell nicht mehr im Besitzt das Angelverein Lengerich e.V.

Die ersten Fischerei-Aufseher waren Kurt Busch, Hermann Hölscher und Albert Kätker. Es gab einige Anträge auf Pacht – manche wurden genehmigt, andere abgelehnt. Aber die Mitglieder blieben dran.

Ein Meilenstein war der Bau des Königsees ab 1961. Später folgte die Anlage der Saerbecker Teiche und die Eröffnung des Niedermarker Sees 1979. Ein großer Schritt war auch die Gründung der Anglergemeinschaft Nördliches Münsterland e.V. mit den Vereinen aus Ibbenbüren und Westerkappeln.

📘 Fun Facts zum Fischereischein

Schon 1957 war klar: Den Fischereischein muss man beim Angeln dabeihaben. Und man darf nur dort angeln, wo man auch das Recht dazu hat. Überraschung: Der Schein gilt nicht für den Bodensee! Und in Nord- und Ostsee darf nur mit Handangel gefischt werden. Früher kostete der Jahresfischereischein übrigens nur drei Mark – damals ein echtes Sümmchen.

💪 Muskelkraft & Herzblut

1968 entstand in Westladbergen ein neues Gewässer – aus einem Wiesental wurde ein Angelparadies. Über 5000 Arbeitsstunden und 20.000 D-Mark steckten die Mitglieder rein. Es wurde geplant, verhandelt, gebaut und gepflanzt. Eine Insel für Wasservögel, ein fetter Abschlussdamm, Wanderwege – alles selbst gemacht. Ohne Hilfe von Firmen, der Bundeswehr und dem Amt für Landespflege wäre das nicht möglich gewesen.

Und das Beste: Die Wasserqualität ist top – die Fische fühlen sich wohl, und die Angler merken’s, wenn die Schnur plötzlich richtig Spannung kriegt.

Petri Heil! 🎣