Aus vergangen Tagen

Um Mitternacht zappelt ein Wels am Haken
140 Zentimeter – 21 Kilogramm
Genau um Mitternacht begann die Angelschnur von Heinz Tünsmeyer sich von der Spule abzudrehen. Das auf den Grund des Königsees gelegte Rotauge hatte einen Abnehmer gefunden. Mit rasanter Geschwindigkeit verschwand die 0,3 Millimeter dicke Schnur in den Tiefen des dunklen Wassers. Was dann am Ende unter Mithilfe des Angelkameraden Volker Oelrich aus dem Wasser gehievt wurde, ließ die Anwesenden erstaunen. Ein 140 Zentimeter langer Wels hatte sich am Haken verirrt. 21 Kilogramm wog der zirka 15 Jahre alte Fisch. Der 45-jährige, aus Lotte stammende Angler, hat in seinem seit elf Jahren ausgeübten Hobby im Angelsportverein Lengerich noch nie einen vergleichbaren Fang gemacht. So berichteten die Westfälischen Nachrichten im April 1993
über den Sensations-Fang im Königsee in Tecklenburg—
 – Westfälischen Nachrichten –
 
Punkt 17.49 Uhr begann die Angelschnur von Siegfried Janocha, sich von der Spule abzudrehen. Der auf den Grund des Königsees gelegte Teichköder hatte einen Abnehmer gefunden. Mit beängstigender Geschwindigkeit verschwand die 0,2 Millimeter dicke Schnur in den Tiefen des dunklen Wasser. Ein ganz Großer schien hier am Werk zu sein. Der Eindruck sollte sich bestätigten. Was am Ende nach 45-minütigem Kampf aus dem Wasser gehievt wurde, ließ die Anwesenden erstaunen. Ein 90 Zentimeter langer Graskarpfen hatte sich am Haken verirrt. 9,2 Kilogramm wog der zehn bis 15 Jahre alte Friedfisch. Per Angler-Gastkarte hatte Siegfried Janocha sein
Glück versucht. Der 41-Jährige, aus Bochum stammende Angler, hat in seinem seit 20 Jahren ausgeübten Hobby noch nie einen vergleichbaren Fang gemacht.
     – Westfälischen Nachrichten am 11. August 1990 –
 
Das friedliche Hobby Angeln kann unversehens dramatische Momente bieten. So geschehen am 1. Mai 1988. „Plötzlich wurden wir durch ein lautes Plumpsen aufgeschreckt. Und als wir hochblickten, sahen wir schon, wie das Kind im Wasser unterging. Da haben wir alles stehen und liegen gelassen und sind losgerannt.“ So erinnerte sich Josef Winkler an ein dramatisches Ereignis an den Saerbecker Teichen in Westladbergen. Ein vierjähriges Mädchen war beim Spielen die Böschung hinuntergestürzt und ins Wasser gefallen. Der Tecklenburger sprang mit einem Sportfreund sofort ins Wasser. Mit dem völlig durchnässten und frierenden Kind erreichten sie das Ufer.
Dort nahm die völlig verstörte Mutter das Mädchen in Empfang. Rettung in letzter Minute, denn gerade an der Stelle ist das Wasser  besonders tief. Und das Mitglied des Angelsportvereins Lengerich musste zunächst noch 150 Meter spurten, um das Gewässer zu erreichen.
– Westfälischen Nachrichten –

 

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