Aabach erholt sich

Westfälische Nachrichten

Lengerich – Fr., 19.09.2014 –  Ein Bericht von  Erhard Kurlemann

Aabach erholt sich ! Das Leben kehrt zurück

Foto: Erhard Kurlemann

An der Knemühle hat Gewässerwart Jürgen Wegener einige Proben im Aabach genommen, die zeigen, dass die Qualität des Wassers deutlich gestiegen ist. Eine technische Panne hat an Pfingsten dafür gesorgt, das verschmutztes Wasser in den Aabach laufen konnte. Unter anderem vielen Fischen brachte das den Tod. Inzwischen kehrt langsam das Leben zurück.

Für Jürgen Wegener hatte der häufige Regen in diesem Sommer durchaus gute Seiten: „Der Aabach ist so richtig durchgespült worden“, berichtet der Gewässerwart des Angelvereins. Inzwischen sei die Qualität des Wasser wieder weitgehend in Ordnung. „Wir werden den Bach im Frühjahr mit neuen Fischen besetzen können“, kündigt Wegener an. Bachforellen als Brut und kleine Aale sollen sich dort unter anderem entwickeln. Am  Pfingstmontag sah die Situation ganz anders aus: Ein Schieber in einer technischen Anlage in Höhe der Brücke über die Bahn in Hohne war durch ein Holzstück blockiert: Deshalb war eine Mischung aus Regen- und Schmutzwasser in den Aabach gelangt – und hatte für ein großes Fischsterben gesorgt (WN berichteten). „Wir haben bei der Suche nach dem Fehler am Feiertag und in den Tagen danach viel Unterstützung erfahren“, blickt Wegener noch einmal zurück.

Jetzt gibt es für den Angelverein eine weitere erfreuliche Nachricht: Eine Versicherung hat zugesagt, den Schaden zu regulieren. „Wir müssen uns noch auf einige Details verständigen“, meint der Gewässerwart, der die Summe auf rund 3000 Euro beziffert. Wegener erstellt zur Zeit eine Übersicht, welche Fische in welcher Zahl in den vergangenen Jahren eingesetzt worden sind. Er geht dabei durchaus 15 Jahre zurück, weil durch den Unfall „wohl alles“ vernichtet worden ist. Daneben wertet er die Fangmeldungen der Mitglieder des Vereins aus. Angesichts dieser Aufgabe ist er schon ein bisschen verärgert, dass einige überhaupt keine Meldung abgegeben haben. „Selbst eine Null-Meldung würde die Bilanz verbessern, weil ich ansonsten Schätzwerte zugrunde legen muss.“ Einige Mitglieder hätten sogar noch in jüngerer Vergangenheit im Aabach geangelt, und „sich beschwert, dass sie nichts gefangen haben“, schmunzelt Wegener.

Die Arbeit erledigt der Gewässerwart ehrenamtlich. „Unser Verein gehört nicht der NWA (Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung) an“, bedauert Wegener. Das Thema werde auf der Tagesordnung der nächsten Mitgliederversammlung stehen. Der Aabach sei an sich ein gesundes Gewässer; etwa 30 bis 40 Zentimeter tief, an einigen Stellen sogar bis zu zwei Metern. Selbst Schmerle und Gründlinge seien dort vor dem Vorfall gefangen worden – die Fische siedelten sich nur in einwandfreiem Wasser an. Zukünftig will  der Gewässerwart durch „drei oder vier Messungen im Jahr“ die Qualität des Wasser fortlaufend dokumentieren – um für ähnliche Fälle wie den an Pfingsten gerüstet zu sein.

 

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